Rundreise durch Südafrika und den Krüger Nationalpark aus der Kinderperspektive


 
Werbung
Vor vielen vielen Jahren flog mein Vater aus geschäftlichen Gründen nach langer Zeit mal wieder nach Südafrika. Zu meiner großen Freude nahm er mich mit. Ich war damals 15 Jahre alt. Daher an dieser Stelle noch mal ein großes DANKE!!! Diese erste Seite meines Blogs entstand während einer langweiligen Schulstunde unter der Schulbank. Afrika sollte mich nicht mehr los lassen...
Von Stuttgart aus flogen wir zunächst mit einem kleinen Flugzeug nach Zürich. Dort stiegen wir in einen Riesenjet der Airline Swissair. Nachdem wir unsere Nacht in den engen Sitzen des lauten Flugzeuges zugebracht hatten, erreichten wir am Morgen Südafrika genauer gesagt Johannesburg.
Karte Reisebericht Südafrika

Dort holte uns ein Geschäftskollegen meines Vaters vom Flughafen ab und quartierte uns zu meiner großen Verwunderung in einem Haus ein, daß rings herum mit dicken Mauern und Stacheldraht umgeben war. Die Einfahrt zur Garage wurde vom Auto aus mit Hilfe einer Fernbedienung geöffnet.
Innerhalb einer Minute nach Öffnen einer Türe im Haus mußte die Alarmanlage im Haus deaktiviert werden, da diese ansonsten automatisch ein privater Wachdienst alarmiert.
Ich erfuhr, daß das alles hier in Südafrika die ganz normale Art der Weißen ist, sich und seine Habe vor Überfällen der armen, schwarzen Bevölkerung zu schützen.
Solange mein Vater arbeiten mußte, lebte ich bei einer Gastfamilie, lernte Auto fahren und Englisch und besuchte eine Privatschule.
An den Wochenenden holte mich mein Vater mit einem alten, klapprigen VW-Passat mit mehr als 700.000 km auf dem Tacho ab und zeigte mir die nahe Umgebung der Stadt Johannesburg. In Afrika ist alles möglich.
In die Innenstadt von Johannesburg fuhren wir auf Grund der dort herrschenden hohen Kriminalität nicht selber. Statt dessen buchte mein Vater eine Rundfahrt in einem von außen verrosteten, gepanzerten Fahrzeug mit bewaffnetem Fahrer durch Johannesburg und dem angrenzenden Slam Soweto.
Damit wird nicht sofort als Touristen zu erkennen sind, durfte ich während der Fahrt durch Soweto nicht fotografieren. Von den dort herrschenden, ärmlichen Verhältnissen, den vielen Wellblechhütten, dem vielen herum liegenden Müll und den Leuten, die einem an jeder Ampel immer alles mögliche verkaufen wollen, war ich jedoch sehr beeindruckt.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Nachdem mein Vater seine Tätigkeit in Johannesburg beendet hatte, mieteten er einen VW-Fox und begann mit mir eine Rundreise durch Südafrika.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Von Johannesburg aus fuhren wir zunächst nordöstlich Richtung Krüger Nationalpark
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Auf dem Weg dort hin sahen wir unter Anderem daß Bananen bereits fertig verpackt an den Palmen wachsen. Einheimische erklärten uns, daß die großen blauen Müllsäcke dazu dienten daß die Bananen schneller reif werden.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Im Krügerpark angekommen, stellten wir fest daß der Eintritt selbst für europäische Verhältnisse recht teuer ist, erst recht wenn man in einer Lodge im park übernachtet. Während dem Aufenthalt im Park darf man das Auto nur auf bewachten Parkplätzen und in den Camps verlassen.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Schon wenige Minuten nachdem Einfahren in den Krügerpark bekamen wir die erste Giraffe zu sehen. Obwohl das Tier einige hundert Meter entfernt im Gegenlicht nur als schwarze Silhouette zu erkennen war, legten wir eine Pause ein.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Später bekamen wir so viele Giraffen direkt an der Straße zu sehen, daß wir nicht einmal mehr mit zählten geschweige denn anhielten.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Auf unserer Reise sahen wir außerdem viele Impalas, meistens in großen Herden.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Gelegentlich kreuzte eine Herde Zebras unseren Weg, ohne sich jedoch an uns zu stören.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Ihr folgten häufig in friedlicher Eintracht einige Büffel über die Straße
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

die sich wahrscheinlich ebenfalls auf dem Weg zum nächsten Wasserloch befanden.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Auch Elefanten konnten wir gelegentlich beim gemächlichen Wandern oder fressen beobachten.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Ich war erstaunt wie plötzlich eine ganze Herde Elefanten zwischen den Bäumen auftauchen und wieder verschwinden kann.
Werbung

Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Hin und wieder sahen wir sogar Krokodile, die fast wie Baumstämme aussahen.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

In der Mittagshitze schlafende Flusspferde wahren dagegen wesentlich leichter zu erkennen.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Löwen befanden sich immer dort, wo es eine Ansammlung von Touristenfahrzeugen gab oder andersherum ;)
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Wildschweine wahren nur selten zu sehen und immer ziemlich schnell wieder verschwunden.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Zu meiner großen Freude ließ mein Vater mich einen Großteil unserer Strecke durch den Park selber fahren. Nur wenn es galt unser im voraus gebuchtes Camp noch vor Torschluß im Winter um 17 Uhr zu erreichen, fuhr mein Vater selber.
Wir blieben drei Tage im Krügerpark. Mittags rasteten wir auf bewachten Parkplätzen und ließen und von frechen Affen unser Brot klauen.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Zum Glück gab es auch Affen die nur Laut schnatterten aber nicht frech waren.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Im Krügerpark gab es natürlich auch viele verschiedene Vögel.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Wir erfuhren daß das Gerücht ein Strauss würde bei Gefahr seinen Kopf in den Sand stecken, nicht wahr ist.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Nachts mieteten wir uns in eine runde Hütte der Camps "Skukusa", "Olifants" und "Crocodile bridge" ein. Vom letzten Camp aus konnte man in einiger Entfernung Flusspferde sehen.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Nachdem wir den Krügerpark wieder verlassen hatten, fuhren wir weiter nach Swaziland, einem kleinen Land innerhalb von Südafrika. Die Einreiseformalitäten verliefen genau so problemlos wie die Durchreise.
Nachdem wir Swaziland wieder verlassen hatten, fuhren wir weiter nach Durban. Dort besuchten wir unter Anderem das berühmte Dolphinarium Sea-World.
Anschließend fuhren wir ca. 50 km weiter Richtung Süden, wo wir im Haus eines Bekannten meines Vater, nur wenige Meter vom Indischen Ozean entfernt, wohnen durften.
Die schwarze Köchin des Hauses war gar nicht davon begeistert, daß wir unser Essen selber kochen wollten. Für sie war es eine Ehre, uns das Essen zu bereiten und die Zimmer zu reinigen.
Nachdem wir uns einige Tage immer wieder von den Wellen des indischen Ozeans massieren lassen haben und einmal fast ertrunken währen, da uns eine unsichtbare Strömung beim Schwimmen immer weiter raus zog bevor sie uns zum Glück ganz woanders wieder an Land gehen ließ, fuhren wir weiter auf die Kräuterfarm von Nino in den Drakensbergen.
Reisebericht Südafrika, Johannesburg, Durban und Krügerpark

Auf der Fahrt sah ich das erste Mal kleine Dörfer aus runden Lehmhütten. Außerdem kamen wir an vielen kleinen Ständen vorbei, an denen von Einheimischen Obst und Schnitzereien anboten wurden.
Für meinen 16. Geburtstag organisierte mein Vater einen Besuch in einer Goldmiene. Es war erschreckend zu sehen, unter welchen schweren Bedingungen die Arbeiter unter Tage ihren Lebensunterhalt verdienen müssen.
Bei der Goldmiene gab es einen streng bewachten Goldbarren den man mit nach Hause nehmen darf, wenn man das mit einer Hand schafft. Dabei ist das Gewicht nicht das eigentliche Problem sondern die Tatsache, daß man den Barren mit nur einer Hand einfach nicht vernünftig greifen kann...
Unsere Reise endete wieder in Johannesburg aber eines ist sicher: Ich werde wieder kommen. Afrika ist suuuper. Es war nicht meine letzte Afrikareise sein :)
Werbung



 
  Diese Seite verwendet Cookies bei Nutzung.
X