Motorrad Tour Marokko - Erg Chebbi, Merzouga & Todra Schlucht


 
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Am nächsten Morgen bog ich kurz vor Agadir nach Osten Richtung Taroudant ab und folgte einer schön kurvigen Asphaltstrasse durch die Berge des Atlasgebirges nach Quarzazate.
 
Mit dem Motorrad durch Marokko

In Richtung der Touristen- und Rallyestadt Zagora fuhr ich durch Tata ein Stück am Fluss entlang durchs "Vallee du Draa" und bewunderte die vielen grossen Dattelpalmen. Nachdem ich so viele Tage in Wüsten und Steppen ohne Vegetation verbracht hatte, war das satte Grün am Fluss ein wahrer Genuss.
 

 
Mit dem Motorrad durch Marokko

Zurück in Quarzazate besuchte ich eine Pizzaria, die ihren Gästen einen Computer mit Internetzugang zur Verfügung stellte GPS N30°54'10.9" W006°54'41.1", um diesen Bericht zu aktualisieren. Der Eigentümer war von meiner Motorradtour begeistert und lud mich zum Übernachten in sein Hotel und später zum Trinken und Dacha rauchen mit seinen Freunden ins Hinterzimmer ein. Letzteres war für mich eine grosse Ehre, auch wenn ich weder trank noch rauchte.
 
Mit dem Motorrad durch Marokko

Auf dem Weg zur Dadesschlucht GPS N31°39'25.8" W005°50'19.7" kamen mir am nächsten Morgen nicht nur zahlreiche Busse voller Touristen entgegen, sondern auch ein Franzose auf seiner kleinen, beladenen Honda XL 125. Gemeinsam folgten wir der schmalen, kurvigen und teilweise sehr steilen Strasse durch die Schlucht, bis der Asphalt aufhörte und die Piste zur Dades und Todraschlucht begann GPS 31°31'50.03"N 5°55'29.19"W. Die Gegend war sehr auf den Tourismus ausgelegt. Neben zahlreichen Läden und Hotels gab es auch unzählige kleine Restaurants.
 
Mit dem Motorrad durch Marokko

Wir bestellten Tajine (Taschim), das Nationalgericht Marokkos, welches aus einem Stückchen Fleisch besteht dass mit Tomaten, Zwiebeln, Oliven und Rosinen im traditionell spitzen Gefäss gekocht und mit einer Scheibe Fladenbrot gegessen wird.
 
Mit dem Motorrad durch Marokko

Als es langsam dunkel wurde, beschlossen wir die Nacht in der Schlucht auf einem der zahlreichen Campingplätze zu verbringen. Als ich bei Sonnenaufgang und Temperaturen um den Gefrierpunkt erwachte, hatte mein Kumpane bereits heissen Kaffee für uns beide gekocht. Es ist schon ein Luxus, einen Kocher dabei zu haben :)
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Mit dem Motorrad durch Marokko

während es meinen Kumpel nach Mhamid zog, besuchte ich die ebenfalls sehr touristische Todraschlucht GPS N31°32'34.32" W005°33'41.32" und genoss anschliessend die schön kurvige Fahrt nach Erfoud. Erfoud hat ebenfalls einen Fluss um den herum riesige Dattelpalmenplantagen liegen.
 
Mit dem Motorrad durch Marokko

Kurz vor Taouz besuchte ich erneut die Hotel und Touristenstadt Merzouga GPS N31°05'22.8" W004°00'18.63" an den grossen Sanddünen des Erg Chebbi.
 
Mit dem Motorrad durch Marokko

Wie schon bei meiner ersten Motorradtour durch Marokko, wanderte ich auch diesesmal früh morgens auf die grösste Düne, um schöne Fotos im Licht der aufgehenden Sonne zu schiessen.
 
Mit dem Motorrad durch Marokko

Diesmal empfand ich die Händler in Marokko weit weniger aufdringlich als bei meiner ersten Reise nach Marokko. Im Gegenteil: Gegenüber der Bevölkerung anderer afrikanischer Länder waren die Marokkaner eher zurückhaltend und freundlich und schenkten mir zu meinem Einkauf in den winzigen lokalen "Supermärkten" gerne noch eine Hand voll Oliven.
 
Mit dem Motorrad durch Marokko

Ich fühlte mich in Marokko so sicher wie in keinem anderen Land Afrikas mit Ausnahme Südafrikas. An den zahlreichen Polizeikontrollen wurde ich immer durch gewunken. Rausgezogen werden nur Fahrzeuge, die selbst am Tag mit Licht fahren. Einfacher kann man reiche Touristen nicht von Einheimischen unterscheiden. Und selbst wenn man rausgezogen wird dann kommt es sehr auf dein Auftreten an. Kleider machen Leute.
Wenn man sich freundlich/dumm stellt und mit Sand in den Haaren und zerrissener Jeans aussiehst als sei bei einem eh nichts zu holen, wird man von den Polizisten auf nen Kaffee eingeladen. Wer aussieht wie Geld auf Beinen wird auch so behandelt und muss zahlen, was auf den Touristenvordrucken steht. Einheimische zahlen wenn überhaupt 10 Dirham unter der Hand.
Auf der Kreuzfahrt mit der Fähre Grandi Navi Veloci nach Barcelona traf ich jedoch Leute, die entsetzt darüber waren, wie aufdringlich die Bevölkerung Marokkos ihnen gegenüber war.
 
Mit dem Motorrad durch Marokko

Die Fähren nach Europa starteten nicht mehr vom Hafen in Tanger, sondern vom neuen Hafen Tanger Med, der 35 km ausserhalb der Grossstadt in Ksar Es Seghir liegt GPS N35°52'44" W05°30'30".
 
Mit dem Motorrad durch Marokko

von Barcelona aus folgte ich der schönen route nationale durch Frankreich über Grenoble und Chambery nach Geneve und weiter in die französische Schweiz. Ich hatte Glück mit dem Wetter und konnte die Fahrt auf der kurvenreichen Strasse vorbei an Kühen auf saftig grünen Wiesen vor schneebedeckten Bergen richtig geniessen.
Zum wiederholten Male stellte ich fest, dass sich sehr schöne Gegenden auch direkt bei uns in Europa befinden und man dafür gar nicht weit reisen muss.
Für den TÜV musste ich nach 25.000 km die nach dem Unfall verwendeten Teile wie die elastische Lampenmaske und die Spiegel etc. austauschen, da sie kein E-Prüfzeichen und kein Materialgutachten und son Quatsch etc. hatten. "Es geht um ihre Sicherheit." Ja ne is klar.
Alle Angaben ohne Gewähr. Sämtliche Handlungen sind wie in einem Kinofilm frei erfunden. Ähnlichkeiten zu real existierenden Orten oder Personen sind rein zufällig.
 
Fazit:
Eine Weltreise ist die beste Lücke im Lebenslauf. Ein Sprichwort besagt "Du kannst Afrika nicht verändern, aber Afrika wird dich verändern". Wer mit Geld um sich wirft, bekommt ein realitätsfremdes Afrika vorgespielt. In Luxushotels lächeln alle, niemand bettelt und die Angestellten dürfen nicht ehrlich über ihre lebensverhältnisse berichten. Die Realität da draussen nur mit Zelt sieht anders aus ;) Man lernt, dass man keinen teuren Schnickschnack braucht. Es reichen eine normale Jacke und Jeans (gerade Klamotten ohne Protektoren eignen sich auch zum schlafen) ein Zelt für 50 Euro so wie ein gebrauchtes Motorrad im Wert von 700 Euro. Letzteres konnte ich nach der Reise zum gleichen Preis und damit ohne Wertverlust wieder verkaufen. Versucht dass mal mit einem Neufahrzeug :D Ein Sprichwort besagt: "Wer billig kauft, kauf zweimal". Das stimmt. Ich habe mir danach wieder eine Transalp gekauft ;)
 
Auf diese Art ist das Leben auf Reise günstiger und umweltschonender als in Deutschland einen Wohnung zu mieten und über den Winter zu heizen. Es fallen pro Land quasi nur die Visakosten und abhängig von der Reisegeschwindigkeit und dem verwendeten Fahrzeug die Essens und Treibstoffkosten an. Insgesammt kam ich auf 5000 Euro für 2 Jahre on the road. Geo Arbitrage bzw die extrem günstigen Preise in anderen Ländern machen es möglich.
 
Das immer wiederkehrende Argument "Du hast doch Geld, du musst doch..." ist falsch. Es gibt keine moralische Verpflichtung, andere Kulturen unter Naturschutz zu stellen. Es ist erschreckend zu sehen, dass sich manche Menschen trotz Umweltzerstörung durch Überbevölkerung mehr Kinder zulegen, als sie oder ihr Land ernähren können. Dadurch rutschen diese Menschen in die Armutsfalle. Ihre Probleme sind damit buchstäblich Haus gemacht. Alle Menschen sind gleich und darum ist auch jeder ist für sein Glück selber verantwortlich.
 

Derartige 50.000 km lange Extremreisen sind nicht mit Urlaub gleich zu setzen. Vor allem die notwendige Bürokratie ist zuweilen recht anstrengend und erfordert einiges an Kreativität, wenn man nicht im Sumpf der Korruption versinken will.
Die Reise durch Ägypten war mit Visum, Einreisegebühren, Versicherungen und arabischen Kennzeichen für mein Fahrzeug teurer als ein einwöchiger Pauschalurlaub. Selbiger hätte einem ausserdem den Kontakt zur unfreundlichen Polizei erspart.
Das Visaum, die Zwangsregistrierung bei der Polizei und die Fähre in den Sudan waren nicht günstiger. Für das Geld hätte man direkt nach Kenia oder Südafrika fliegen können. Dort kann man sich als Tourist wohl fühlen und findet neben einem guten öffentlichen Verkehrsnetz und dem Krügerpark auch viele weitere Annehmlichkeiten, die einem den Urlaub verschönern.
Mozambik bietet bei Maputo in der Nähe vom Krügerpark und in Inhambane schöne Wellensurfmöglichkeiten, zieht sich aber ziemlich in Richtung Norden.
Hat man diese eintönige Strecke überwunden, erreicht man das neben Gabun wohl schönste Land Afrikas: Malawi, mit seinen vielen schönen Campingplätzen am 1000 Kilometer langen, gleichnamigen Süsswassersee.
 

Wer intensiven Kontakt mit der Bevölkerung sucht, dem sei eine Reise nach Ethiopien empfohlen.
Tansania und Kenia sind ebenfalls eine Reise wert und bieten nicht nur schöne Strände, sondern auch schöne aber recht teure Tierparks. Schöne und deutlich günstigere Tierparks findet man ebenfalls in Namibia und Botswana. Die Visumerteilung auf Reisen ist ein leidiges Thema, wie jeder Kontakt mit korrupten Beamten. Während tausende Afrikaner ohne Pass und Visum nach Deutschland kommen und monatlich mit geschenktem Steuergeld belohnt werden ohne je wieder arbeiten zu müssen, landet man in den meisten Ländern bei einer Einreise ohne ein gültiges Visum im Knast.
Die Visaerteilungsprozedur von Angola war am schwierigsten. Ich wurde belogen und um 160 Euro betrogen. Dass nennt man dort Höflichkeit, während direktes und ehrliches auf den Punkt kommen als Unhöflich gillt. Zugute halten muss man den Angolanern jedoch, dass sich Europas Beamte ihnen gegenüber bei der Erteilung eines Schengen Visums mit ziemlicher Sicherheit ebenso unkooperativ verhalten.
Kongo Kinshasa ist inzwischen relativ sicher und besitzt sogar eine gute Strasse. Mit guten Strassen ist es jedoch spätestens in Kongo Brazzaville wieder vorbei.
Gabun ist ein wirklich schönes, ursprünglich afrikanisches Land mit einer schön kurvigen Strasse, super freundlichen Leuten und tropischer Vegetation. Ob eine Reise nach Gabun jedoch die Fahrt durch Kameruns matschigen Norden oder gar durchs gefährliche Nigeria rechtfertigt, muss jeder für sich entscheiden.
Wer von Europa aus kommt und mehr als das inzwischen sehr touristische Marokko erleben will, dem kann ich Mali oder Burkina Faso mit seinen freundlichen Einwohnern und den traditionellen Lehmhütten empfehlen. Dazu darf man jedoch die lange Fahrt durch die langweilige Westsahara und das Risiko, in Mauretanien entführt zu werden, nicht scheuen.
Arbeiten wo andere Urlaub machen
Togo ist ebenfalls ein leichtes Reiseland und Benin mit seinem schönen Strand Grande Popo auch. Für Benin bekommt man an der Grenze jedoch nur ein Visum für 48 Stunden.
Wer jedoch kein Abendheuer sondern schön kurvige Strecken zum Motorrad fahren sucht und höflich behandelt werden möchte, der fährt am besten in die Schweiz. Hier ist die Gefahr ausgeraubt zu werden jedoch viel höher als in Afrika. Überall lauerten Polizisten, die mit Radarfallen und Laserpistolen nur das Beste der Reisenden wollen, ihr Geld: Das ausrauben von Reisenden, das zweitälteste Gewerbe der Welt ist weit verbreitet, da es lukrativer ist als die Verbrecherjagt siehe Görlitzer Park. Das sehen auch einige Richter so. Auch Rechtsanwalt Solmecke sagt zu beginn seines Videos, dass wohl jeder schonmal geblitzt wurde, wenn man ganz entspannt durch die Gegend fährt. Es ist jedoch extrem unwahrscheinlich, dass alle Menschen verantwortungslose Raser sind. Viel wahrscheinlicher ist es, dass die Limits zu niedrig festgelegt wurden.
 
Es geht nämlich gar nicht um die Sicherheit. Im Gegenteil: Blitzer führen zu mehr Auffahrunfällen. Das falsche Argument ist nur vorgeschoben. Es geht den Polizisten um die Erfüllung ihrer Fangquoten. Dafür missbrauchen viele Polizisten ihre Macht siehe Stuttgarter Nachrichten. Solange Polizisten vor Gericht lügen und sich gegenseitig mit falschen Diensterklärungen decken, hat man als Opfer kaum eine Chance siehe ARD Report Mainz vom 24.07.2018 Zitat:" Jeder Vorgang lässt sich so verändern, dass das rechtswiedrige Vorgehen von Seiten der Polizei dem Gegenüber angelastet werden kann. Das kann man mit ein paar Änderungen des Sachverhalts erreichen. Das wird dann so hin gebogen, dass es auch vor Gericht Bestand hat. "
Täglich kommt es in Deutschland zu 6 Verfahren gegen Polizisten wegen Amtsmissbrauch. In Deutschland werden die meisten leider eingestellt. "In Deutschland kommt es jedes Jahr zu 2000 bis 2500 Fällen mutmasslich rechtswiedriger Polizeigewalt. Nur 3% führen zu einer Anklage das bedeutet, die Strafrechtliche Aufarbeitung von Polizeigewalt in Deutschland funktioniert nicht. " Zitat SWR und ARD Report Mainz vom 04.09.2018 "In den Niederlanden und in Belgien gibt es dagegen unabhängige Ermittlungsstellen. Dadurch kommt es zu mehr Anklagen und Verurteilungen vor allem aber geht die rechtswiedrige Polizeigewalt in diesen Ländern zurück. "
ARD Monitor vom 15.11.2018: Gegen die (Falsch)aussage eines Beamten hat man als Bürger vor Gericht keine Chance. Erst recht nicht, wenn Blitzer falsch eingestellt werden. Sowas kann einem schnell den Job und damit die Existenz kosten.
 
Nimmt ein Polizist nicht genügend Geld ein, wird er nicht befördert siehe ZDF Dokumentation vom 23.5.2012 "Verflixte Blitzer! Vom Kleinkrieg auf deutschen Straßen". Es geht trotz anders lautender Sprachregelung wie immer ums Geld Zitat "Ein guter Tag ist, wenn wir 70 Bilder nach Hause bringen oder 80": 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8. Von wegen Freund und Helfer.
 
Oft sind Blitzer laut geblitzt.de, einem Dienstleister der Bussgeldbescheide kostenfrei prüft, falsch eingestellt oder es befinden sich zwei Fahrzeuge auf dem Bild, wodurch die Messung ungültig wird. siehe Galileo.de Die Einahmen sind jedoch fest im Haushalte der Landesregierungen eingeplant.
 
Gibt es nicht genügend "Raser", werden die Limits wie in Frankreich einfach so weit abgesenkt (offiziell wegen Luftreinhaltung etc), bis die Einnahmen wieder sprudeln. Beispiele dafür gibt es genug, wie die breite, lukrative Strasse von Stuttgart zum Flughafen oder die Hauptstrassen in Tübingen und Reutlingen etc. Die Handlanger einer solchen Politik sollten sich schämen. Die Landesumweltanstalt hat vorgerechnet, dass "ein Auto mit 30 km/h im zweiten Gang oft mehr Schadstoffe ausstößt als mit 50 km/h im vierten oder fünften Gang".
 
Das Polizeirecht setzt für das polizeiliche Handeln eigentlich eine konkrete Gefahr voraus. Eine abstrakte Gefahrenlage "es könnte ja etwas passieren" reicht für eine Verurteilung eigentlich nicht aus. Finanzielle Interessen des Staates erst recht nicht. Die Jagdt auf normale Bürger lohnt sich mehr. Beim Drogenhandel in Frankfurt schaut die Polizei dagegen weg siehe ZDFZoom vom 28.11.2018.
Genau aus diesem Grund muessen Blitzer in England gut sichtbar orange angestrichen und in Norwegen und Schweden durch Schilder im vorraus angekuendigt werden etc.
Weiter gehts hier.

 
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